Wo anfangen?
Vielleicht damit: Drüse - auch bekannt als der Trainerschreck - fühlt sich bemüßigt, nein eigentlich sogar berufen, ein paar weise Worte zum Thema Training zu sprechen, um sodann zur Tat zu schreiten:
Der KSP duldet schließlich keinen Aufschub.

Das später.
Jetzt Uni.
Beziehungsweise: Jetzt ist ja keine Uni mehr.
Drüse hat alle Klausuren geschrieben und damit das erste Semester offiziell beendet.



Drüse war immer gespannt auf diesen Moment, in dem sich das große Rätsel gelöst haben wird:
Aha - das studiere ich also.

Sie war ja grundsätzlich offen. Nicht für alles, aber doch für vieles.

Das erinnert Drüse daran, wie sie mal von einem Schachspieler nach Hause gefahren wurde. Wenn man zu zweit in einem Auto sitzt und sich kaum kennt, besteht ein gewisses Bedürfnis, die Stille nicht zu laut werden zu lassen, deshalb durfte Drüse an diesem Abend zum hunderttausendsten Mal (etwa 95% gehen auf das Konto der Klotheaterfrau) die Frage aller Fragen beantworten.
Drüse, die also schon etwas Übung hatte, behalf sich mit einer kurzen Zusammenfassung dessen, was sie auf keinen Fall studieren wollen würde.
Woraufhin sich der Schachspieler geradezu entrüstete: Das sei ihm noch nie untergekommen. Ein Schachspieler, der sich nicht für Naturwissenschaften interessiert!
Drüse musste ihn dann darauf aufmerksam machen, dass sie neben Deutsch durchaus auch Physik als Leistungskurs gewählt hatte.
Werter Herr wäre vermutlich aus allen Wolken gefallen, wenn sie ihm erzählt hätte, dass Schach für sie ebenfalls nicht in Frage käme, wenn man das universitär studieren könnte.





Was also?
Eine leise Ahnung hatte Drüse insgeheim doch. Jedenfalls gab es zwei Ideen, die sich hartnäckig hielten, während Drüse mal von diesem und mal von jenem träumte.

Irgendwann war er dann da, der Moment. Und Drüse dachte:
Aha - das studiere ich also.
Wenig später dachte sie nur noch: Na toll.


(Tachybaptus ruficollis: Klick)

Na toll? Ja - toll vor allem deshalb, weil Drüse die neuen Anforderungen zum Anlass nahm, in altbekannte Muster zurückzufallen:
Maximale Druckerhöhung bei minimaler Nahrungs-, Flüssigkeits- und Entspannungszufuhr.
Wohin das schließlich führte, haben wir ja gesehen: Klick

Es war diese Zeit, in der Drüse den genialen Plan entwickelte, ab nächstem Wintersemester zusätzlich ein Philosophiestudium aufzunehmen.
Drüse erschien es nämlich geradezu unerträglich, dass sie nun also nicht Philosophie studieren sollte, und ihr jetziges Fach nicht zu studieren, war natürlich ebenso inakzeptabel - Drüse ist auch nicht der Typ fürs Aufgeben.
Immerhin: Sprachen wir nicht von maximaler Druckerhöhung? Um die hätte sich Drüse zukünftig jedenfalls keine Sorgen mehr machen müssen (nicht auszuschließen, dass diese Überlegung eine Rolle spielte).


(Die KHK hat Super-Zoom.)


Und die vielen neuen Menschen?
Ja, da lief es tatsächlich weitaus besser, als Drüse erwartet hatte.
Erfreulich vor allem die Erkenntnis, dass eine bestimmte Sorte Ex-Mitinsassen hier nicht anzutreffen ist, während die sogenannten sozialen Kompetenzen reichlicher gesät sind.
Drüse hält sich ja mit Vorliebe an jene Personen, die, was letzteres betrifft, besonders hervorstechen, und ist dann ihrerseits bereit, über einiges hinwegzusehen.
Einer davon war der Mensch - der, den Drüse dann im neuen Jahr von einer anderen Seite kennenlernen musste (Klick).
Der ohne Vorankündigung vor Drüses Tür stand (Symbol seiner völligen Unkenntnis der Drüs´schen Befindlichkeiten), um von seiner Herzensangelegenheit Meldung zu machen, die leider Drüse selbst betraf. Der sich drei Tage später für komplett unzurechnungsfähig und also vollkommen unschuldig erklärte, während er sein Wrack-Sein öffentlich zelebrierte, nur um Drüse wenig später einen Vorwurf zu machen, sie habe ihn nicht laut genug gegrüßt.
Der, dem man eine Woche später nichts mehr anmerkte, sodass sich Drüse ernsthaft fragen musste, ob sie sich die ganze Sache nicht nur eingebildet hatte.
Die Geschichte kam Drüse gleich ganz unwahrscheinlich vor, deshalb lacht sie jetzt nur noch darüber oder hat sie die meiste Zeit ohnehin vergessen.



Und jetzt?
Jetzt stehen wir hier. Das Semester ist offiziell beendet, Drüse hat alle Klausuren geschrieben.
Die Prüfungsphase hat ihr unverhofft den neuen Menschen zugetragen - dafür ist Drüse sehr dankbar (Klick).

Eigentlich wollte sie die Ferien nutzen, um eine Entscheidung zu treffen.
Und obwohl sie es immer noch ein bisschen schade findet, das mit dem Philosophiestudium, ist sie sich uneigentlich längst sicher, dass alles so bleiben wird, wie es jetzt ist.

Komisch, wie Drüse so durchs Leben stolpert und selbst nicht recht weiß, wohin die Reise geht.
Manchmal bleibt sie kurz stehen und wundert sich:
Huch - hier bin ich also gelandet.

Willkommen in Teil 2: Das Leben nach dem Klotheater.